Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Schrecken in Uniform (9)

In meiner kleinen Serie über schreckliche Uniformierte bzw. Schrecken, die uns Uniformierte eingejagt haben, befanden sich die Schauplätze grösstenteils ausserhalb Europas. Das wirft ein völlig falsches Bild auf die Alte Welt, das ich mit diesem Beitrag sofort berichtigen möchte.

Beim Anblick des riesigen Parkplatzes beim Eingang 2 zum Krka Nationalpark in Kroatien hätte sich jeder Wohnmobilfahrer in Gedanken einen Übernachtungsplatz ausgemalt. Das erging uns nicht anders, als wir gegen Abend dort eintrudelten. Wir suchten für unser Womi eine ruhige Ecke aus, wo es anderntags im Schatten stehen konnte, während wir den berühmten Nationalpark, in dem schon Winnetou vor der Kamera stand, besuchten. Am Rande des Parkplatzes gab es einen „offiziellen“, gebürenpflichtigen Stellplatz, der aber lediglich aus einem eingezäunten, steinigen Acker bestand. Das machte uns natürlich bereits ein wenig misstrauisch. Doch vorerst genossen wir den Abend, schmissen den Grill an und liessen es uns gut gehen.

Als um 20.00 Uhr der Park seine Pforten schloss, verzogen sich auch noch die letzten Fahrzeuge. Bis auf dasjenige des Parkwächters. Dieser machte uns unmissverständlich klar, dass das Übernachten hier nicht geduldet würde. Wir hatten keinen Bock, für 30 Kuna (umgerechnet zwar nur knapp 8 Franken) auf dem zugemüllten, vollgeschissenen (sorry) Stück Brachland, das sich Stellplatz schimpfte, zu übernachten und fuhren drum von dannen. Was danach folgte, musste wohl ein Schauspiel sein, das sich mehr oder minder jeden Abend von neuem abspielte. An jedem Campingplatz nämlich, an dem wir auf unserer Fahrt vorbeifuhren, standen die eifrig winkenden Besitzer am Strassenrand in freudiger Erwartung einer fetten Beute. Zumindest in unserem Fall machten sie alle ein langes Gesicht, denn wir zogen es vor, uns auf dem Parkplatz von Skradin, einem weiteren Ausgangspunkt für den Nationalpark, einzuquartieren.

Dort verbrachten wir – im Beisein von weiteren Wohnmobilen – eine ruhige Nacht. Der Parkplatz war von abends 20.00 bis morgens 8.00 Uhr frei zugänglich. Tagsüber wurden Gebühren fällig, die wir in Anbetracht des guten Ausgangspunktes gerne bezahlten.

Der Krka-Nationalpark, so unaussprechlich sein Name auch sein mag, ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Es empfiehlt sich, morgens bei den Ersten zu sein, so hat man eine reelle Chance, auf den eingerichteten Wegen und Stegen nicht alles im Gänsemarsch absolvieren zu müssen.

In der Bildmitte gut sichtbar ist der Parkplatz von Skradin. Der Ort wird vom Meer aus mit Segelbooten häufig angefahren. Ab hier verkehren Schiffe in den Krka Nationalpark. So wie dieses:

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2 Antworten zu “Schrecken in Uniform (9)

  1. Gabi 15. April 2012 um 23:15

    Eine schöne Gegend. Laut meiner Mama war ich schon als kleines Kind mal dort. Leider fehlt mir daran jede Erinnerung.
    lg Gabi

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