Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Wie man sich füttert, so wiegt man

Die WHO musste zuerst eine breit angelegte Studie in Auftrag geben, um das herauszufinden, was meine Augen schon sei längerem mit Schrecken beobachten: Die Menschheit wird immer dicker. Sie frisst zu viel und sie bewegt sich zu wenig.

Mir tun nicht all die Leute Leid, die zu fett sind, denn in den meisten Fällen sind sie selber schuld daran. Nein, mich bedauern Leute wie Pflegepersonal oder Rettungsmannschaften, die sich mit solchen Bombern von Berufes wegen herumschlagen müssen.

Ich kann wirklich nicht nachvollziehen, wie man sich so viel anfressen kann, dass man schliesslich nur noch in der Zeltabteilung Kleider kaufen kann. Den Spruch „Dicke sind gemütlich“ lasse ich nicht gelten, denn in meinem Bekanntenkreis hat es ganz viele ganz schlanke Menschen, die sehr, sehr gemütlich und umgänglich sind.

Die ganze Schuld auf Fertigprodukte, Stress und mangelnde Zeit für körperliche Betätigung abzuschieben, ist zu einfach. Wer wirklich will, kann sich auch Zeit nehmen, zum sich im Alltag zu bewegen. Zwischen gar nichts tun und auf einen Marathon hin trainieren gibt es schliesslich viele Zwischentöne.

Ich kann mein Gewicht nämlich auch nur halten, indem ich viel und regelmässig Sport treibe. Denn Essen, das steht ausser Frage, ist eine wunderbare Sache, die Spass macht und ausserdem einen grossen Teil unserer Zeit einnimmt. Wer mir Letzteres nicht glaubt, soll einmal einige Tage lang Fasten. Einfach nichts essen, nur trinken. Er wird staunen, wie viel mehr Zeit übrig bleibt, wenn nicht eingekauft, gekocht, gegessen und abgewaschen werden muss.

Ich bin stolz, dass selbst ich in der WHO-Studie erwähnt wurde. Die Schweizerinnen haben nämlich europaweit den tiefsten Body Mass Index. Und da bin ich auch dran beteiligt, obschon ich weit davon entfernt bin, ein Klappergestell zu sein.

Mit Rücksicht auf Ästheten habe ich das heutige Bild stark verkleinert. Wer es partout nicht lassen kann, klicke direkt auf das Anschauungsbeispiel. Aber es soll niemand sagen, er sei nicht vorgewarnt gewesen!

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6 Antworten zu “Wie man sich füttert, so wiegt man

  1. Renate 6. Februar 2011 um 19:42

    Ich sehe aber auch die Problematik (mal abgesehen davon, dass ich mit einer schlechten Verwertung gesegnet bin): Essen kann wie vieles andere zur Sucht werden und dann ist es nicht ganz so einfach, vernünftig zu sein, wie man sich das vielleicht vorstellt… zumal unser Umfeld mit all dem Überfluss und den stetig geweckten Bedürfnissen nicht sehr hilfreich ist diesbezüglich.

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    • Flohnmobil 7. Februar 2011 um 18:49

      Wer will denn schon immer vernünftig sein – macht doch gar keinen Spass! Aber Körperbewusstsein kann bei aller Trägheit nichts schaden. Schliesslich gibt es genügend Beispiele an beiden Enden der Fahnenstange.

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  2. Karoline 7. Februar 2011 um 10:26

    Hallo!
    Du bist aber schon ein bisschen streng mit deinen korpulenteren Mitmenschen, was? 😉
    Bin über deinen Blog gestolpert, weil ich mir in meinem zum selben Thema Gedanken gemacht habe!
    Lg Karoline

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    • Flohnmobil 7. Februar 2011 um 18:51

      Hallo Karoline, herzlich willkommen im Flohnmobil.
      Ja ich bin streng. Nicht nur, weil ich es hässlich finde, sondern weil sich solche Brummer offensichtlich überhaupt keine Gedanken drum machen, was sie sich mit so viel Fressen antun. Ich bin auch keine Elfe. Aber ich bin zumindest normalgewichtig und schaffe es, mit Disziplin so zu bleiben. Hoffe ich doch wenigstens…
      Grüsse, Bea

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  3. der Muger 7. Februar 2011 um 19:04

    Irgendwie müsste einem zu denken geben, weshalb die gleichen Länder mit den meisten Übergewichtigen, auch die grösste Lebenserwartung haben. Eigentlich müsste das krankmachende Übergewicht ja die Leute reihenweise und frühzeitig ins Grab bringen. So drohen uns doch immer die Ärzte, all die Ernährungsberater, Fitnessgewerbler und die Gesundheitsindustrie.
    Komisch…

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    • Karoline 8. Februar 2011 um 09:45

      Die Leute werden zwar immer dicker – aber dazu kommt halt doch das verbesserte Gesundheitssystem in den Industriestaaten. Die Leute wissen, dass Cholesterin nicht hoch sein soll, dass man den Blutdruck besser niedrig hält usw. Daher sind sie trotz Übergewicht gesünder als früher…

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